Sturmeinsatz in der Innenstadt

Auch Ulm bliebt von Sturmtief "Sabine" nicht verschont, Ulmer Ortsverband war mannstark nach Dacheinsturz im Einsatz.

Die Kameraden der Kriminalpolizei Ulm staunten nicht schlecht, als ein Teil des Flachdachs ihrer Dienststelle mit lautem Knall im Hof einschlug. Sofort wurde durch die eigenen Kräfte die Lage begutachtet und festgestellt, dass kein Personenschaden eingetreten ist. Das Gebäudemanagement der Dienststelle wurde hinzugezogen und alarmierte letztlich die Feuerwehr.

Im betroffenen Gebäude, dem sog. "Alten Röhrenwerk", sind mehrere Unternehmen ansässig. Gegen 10:05 Uhr fegte der Sturm über das Flachdach, unterströmte die aufgebrachte Dachpappe und sorgte dafür, dass eine große Bruchkante entstand, woraufhin sich ein etwa 120m² großes Stück ablöste. Vom Wind erfasst wurde dieses auf das gegenüberliegende Gebäude geschleudert, beschädigte dort die Fassade und einen Teil der Dachrinne, bevor es zu Boden fiel und einige parkende Autos unter sich begrub.

Die angerückten Kräfte von Feuerwehr und Polizei sperrten die Lindenstraße (nähe Hindenburgring), stellten nochmals sicher, dass kein Personenschaden eingetreten ist und alarmierten gegen 10:45 Uhr das THW. Erste Kräfte rückten um 11:09 Uhr an der Einsatzstelle an und übernahmen die Führung vor Ort. Zunächst wurden die Bergungsgruppe sowie die Fachgruppe N alarmiert, um Sicherungsarbeiten auf dem Dach vorzunehmen und dafür zu sorgen, dass keine weitere Teile vom Wind gelöst werden. Realisiert wurde dies durch eine Auflast aus insgesamt über 400 Sandsäcken, die händisch auf dem Dach ausgebracht wurden, um die verbliebenen Isolierplatten und die Bruchkanten zu sichern. Die eingesetzten Helfer wurden mittels Auffanggeschirren und angeschlagenen Stahlseilen während der Arbeiten auf dem Dach gesichert.

Im weiteren Verlauf wurden auch die Fachgruppe Räumen, sowie ein Trupp der Fachgruppe Wassergefahren mit Transportkomponente und Ladekran alarmiert. Die Straße wurde bis in die frühen Abendstunden von den Überresten des Daches und der mitgerissenen Technik befreit. Bevor die Straße durch die Polizei wieder für den Verkehr freigegeben werden konnte, wurde abschließend eine Begutachtung der in Mitleidenschaft gezogenen Fahrzeuge durchgeführt.