Einsatz unter gefährlichen Bedingungen

Bereit für Corona und andere Pandemien: Das THW in Ulm informiert über die spezialisierten Helfer für den Einsatz unter CBRN-Gefahren und deren Ausbildung

In der insgesamt 24 Stunden umfassenden „Bereichsausbildung Atemschutz Teil II – CBRN“ werden Atemschutzgeräteträger im Bereich CBRN ausgebildet. Das erlernte Wissen wird in einer Abschlussübung dann letztlich unter Beweis gestellt.

Die Bereichsausbildung findet in Zusammenarbeit mit Ärzten, Biologen und der Bundeswehr statt. An insgesamt 3 Samstagen, an welchen verschiedene Ortsverbände teilnehmen können, werden die Teilnehmer in das umfangreiche Thema „CBRN“ eingewiesen. CBRN steht hierbei für chemische, biologische, radiologische und nukleare Gefahren, früher als ABC-Gefahren (atomar, biologisch, chemisch) bekannt. Neben einigen theoretischen Unterrichten werden auch praktische Übungen zum besseren Verständnis durchgeführt. Dazu zählt unter anderem das Erkennen von CBRN-Gefahren sowie An- und Ablegen der Schutzkleidung. Auch der Umgang mit den diversen Messgeräten oder die Anwendung der Nachweismethoden ist fester Bestandteil der Ausbildung.

Die Ausbildung befähigt die Helfer ihren Einsatz unter besonderen Gefahren zu bestreiten, zum Beispiel als Unterstützungskräfte nach dem Ausbruch einer Pandemie, nach dem Austritt von giftigen Gasen oder bei der Personenrettung unter gefährlichen Atmosphären. Ein Teil der Ausbildung wiederholt allgemeine Themen aus dem Fachbereich der Bergungskräfte, die Teilnehmer werden dabei nach und nach an die zusätzliche Belastung gewöhnt und lernen unter den erweiterten Schutzmaßnahmen tätig zu werden. Ein großer Teil der Ausbildung ist auch der Aufbau und Betrieb von Notdekontaminationsstelle für Einsatzkräfte oder verletzte.

Abgeschlossen wird die Ausbildung mit einer Abschlussübung, die meist in die Nacht gelegt wird. Die Anwärter als CBRN-Fachhelfern müssen sich hier beweisen und zeigen, was sie gelernt haben. In einer vorgegebenen Lage gilt es Schutzmaßnahmen anzulegen, Absperrungen aufzubauen und verschiedene dargestellte Gefahren richtig einzuschätzen. Lageänderungen, aufgefundene Opfer, wie auch der Schlafentzug und die Schutzkleidung fordern hierbei vollen Einsatz der Helfer.

Wer sich für eine der vielen Ausbildungen im THW interessiert ist gern eingeladen mit uns in Kontakt zu treten. Wir freuen uns immer über interessierte Männer und Frauen jeden Alters, die bereit sind einen Teil ihrer Freizeit für ihre Mitmenschen zu geben und lernen möchten zu helfen.