Erster Jugenddienst nach der Zwangspause

Der erste Ausbildungsdienst der Jugendgruppe war passend zum Thema Pandemie.

Die lange Zwangspause hatte endlich ein Ende.
Am Samstag, 20.06.20 fand in Ulm der erste Jugenddienst nach dreimonatiger Zwangsunterbrechung statt. Dieser stand dann auch ganz im Zeichen von Corona. Unser regionaler Ausbilder für Atemschutz und CBRN (chemisch, biologisch, radioaktiv nuklear) gab den Jugendlichen einen Einblick in die Bedrohungen durch Viren, Bakterien, Giftstoffe und Radioaktivität.
Sehr eindrucksvoll war bereits der Start der Ausbildung: Schon am Anfang, als das Licht ausging und alle dachten, jetzt beginnt die Präsentation an der Leinwand, ging der Ausbilder zu jedem mit seiner Schwarzlichtlampe und brachte bei jedem etwas an Händen, den Kleidern oder dem Gesicht zum Leuchten. Der „Übeltäter“ war dann schnell gefunden. Er hatte den Stift und die Anwesenheitsliste mit einem unsichtbaren Pulver, das bei Schwarzlicht leuchtet, präpariert. Es zeigte eindrucksvoll, wie sich Viren, Bakterien und Co innerhalb kurzer Zeit auf die Reise zwischen uns Menschen machen.
Nach dem kurzen theoretischen Einstieg hieß es dann für jeden, schick machen. Einen dichten Schutzanzug und Handschuhe anziehen und mit Panzertape alles sauber verkleben. Die Aufgabe des Tages war dann der Aufbau und Betrieb einer Dekontaminationsschleuse. Dies bedeutete, den besten Platz suchen, die Windrichtung beachten und den Gefahrenbereich festlegen. Dann wurde alles Notwendige aufgebaut und die Schutzausstattung mit Atemschutzmasken vervollständigt. Danach begann das gegenseitige Reinigen und Schrubben gefolgt vom sicheren Ablegen der Schutzausstattung ohne dabei sich selbst oder andere zu kontaminieren.
Schnell war allen klar: In dieser Kleidung hat die Komfortzone schnell ein Ende, da zwar nichts eindringen kann, aber eben genau so wenig hinaus kann. Und so wurde es drinnen immer heißer und feuchter. Respekt also vor allen Einsatzkräften die das unter Belastung mehrere Stunden durchhalten. Der einzige Vorteil: Der Mindestabstand verkürzte sich an diesem Tag dadurch auf 0,0 m!

Vielen Dank an Walter Link, der die Ausbildung mit viel Engagement leitete. Es gab natürlich auch am Ende die Frage: warum machen wir so was nicht öfter? So eine Ausbildung braucht zum einen Fachausbilder und zum anderen ist sie mit hohen Kosten verbunden. Trotzdem ist das in die „Fachgruppe Zukunft“ nicht ganz schlecht investiert.