Bergung Schützklappe

Bergung einer angeschwemmten Schützklappe aus der Donau gemeinsam mit dem OV Neu-Ulm

Vergangene Woche wurden wir über unsere Regionalstelle informiert, dass Mitglieder des Ulmer Ruderclubs in der Donau ein altes Wehrtor im Kies entdeckt hatten.

Nach einer kurzen Erkundungsfahrt mit dem MzB war schnell klar, dass es sich um eine sog. Schützklappe - ein Teil einer Wehranlage - handelte.
Die Schützklappe lag beim aktuell anliegenden Niedrigwasserstand der Donau auf Höhe der Ulmer Paddler ca. 5 Meter vom Ulmer Ufer entfernt nur ca. 20 cm unter der Wasserlinie auf einer Kiesbank und stellte somit eine große Gefahr für alle Wassersportler da.
Es musste zudem damit gerechnet werden, dass die Klappe beim nächsten Hochwasser weiter stromabwärts getrieben wird und sich z. B. zwischen den Pfeilern der Eisenbahnbrücke verkeilt und hier zu einer noch größeren Gefahr werden könnte.

Die Maße wurden auf ca. 3 m x 2,5 m geschätzt, die Stärke des Holzes auf ca. 20 cm. Zudem waren an der Schützklappe noch zwei ca. 4 m lange Gewindestangen aus Stahl montiert, die stromaufwärts im Flussbett lagen. Aufgrund der Eckdaten schätzen wir das Gewicht auf bis zu 2 Tonnen.

Aufgrund des hohen Gewichts und der eingeschränkten Zugänglichkeit vom Ufer aus war eine Bergung mit unserem LKW Ladekran (11mt) so nicht möglich. Daher beschlossen wir, die Kameraden der Fachgruppe Wassergefahren unseres benachbarten Ortsverbandes Neu-Ulm mit ihrem LKW Ladekran hinzuziehen. Deren LKW Ladekran (27mt) ist wesentlich leistungsfähiger und hat eine größere Reichweite. Erst damit war eine Bergung der Schützklappe vom Radweg am Ufer aus möglich.

Am Freitag nachmittag rückten dann gegen 16.00 Uhr 5 Helfer des OV Ulm samt GKW I und 2 Helfer des OV Neu-Ulm mit dem LKW Ladekran an die Einsatzstelle am Ziegelländeweg in Ulm an.

Zunächst legten wir eine Schneise vom Radweg bis hinunter an die Donau frei um einen Zugang zum Wasser und einen Arbeitsbereich für die Umlenkung der Seilwinde zu schaffen. Eine zweite kleine Schneise war für das Stahlseil nötig, um die Schützklappe mithilfe der Seilwinde des GKW I zunächst ans Ufer heranziehen zu können.

Während dem Seilwindenzug wurde der Rad- und Fußweg für einige Minuten komplett gesperrt um die erforderlichen Sicherheitsabstände einhalten zu können.
Am Ufer fixierten wir die Schützklappe dann kurz um die beiden Gewindestangen demontieren zu können. Anschließend wurden Schützklappe und Gewindestangen mithilfe des Ladekrans des OV Neu-Ulm ans Ufer gekrant und unter erneuter kurzer Sperrung des Radwegs dort zur Entsorgung abgelegt.

Nach 90 Minuten konnte der Einsatz dann beendet werden und es erfolgte die Rückverlegung in die beiden Ortsverbände.

Ein Dank an die Kameraden aus Neu-Ulm für die unkomplizierte Unterstützung!
Mehr Fotos gibt´s hier: https://www.facebook.com/thwulm/