Brandeinsatz auf landwirtschaftlichem Anwesen

Ortsverbände Ulm, Blaubeuren und Geislingen unterstützen auf Anforderung der Feuerwehr bei den Löscharbeiten nach einem Brand in Amstetten-Dorf. Ortsverband Blaubeuren übernimmt die Einsatzleitung.

Nachdem am Freitag den 12. Februar am späten Nachmittag ein Großbrand auf einem Landwirtschaftlichen Anwesen ausbrach, wurde ein Fachberater des OV Blaubeuren am Morgen des 13. Februar durch die Leitstelle Ulm zur Begutachtung der Brandstelle alarmiert. Aufgrund der Einsturzgefahr konnten Glutnester durch die Feuerwehr nicht vollständig abgelöscht werden und flammten immer wieder auf.

Vor Ort wurde nach telefonischer Rücksprache mit einem Baufachberater aus dem OV Weingarten entschieden, der Feuerwehr ein Freilegen der Glutnester mit dem Radbagger der Fachgruppe Räumen aus Ulm und ein anschließendes gezieltes Niederlegen des einsturgefährdeten Gebäudes zu empfehlen, da das Gebäude akut einsturzgefährdet war. Daraufhin erteilte der Einsatzleiter der Feuerwehr Amstetten dem THW den Auftrag die entsprechenden Maßnahmen zu ergreifen.

Durch den Fachberater wurde daraufhin der Zugtrupp und die Bergungsgruppe aus dem OV Blaubeuren sowie die FGr. Räumen aus dem OV Ulm alarmiert, welche sich nach kurzer Zeit auf den Weg zur Einsatzstelle machten. Durch die Kräfte wurden unter anderem Öffnungen an einer Seitenwand geschaffen, um die Löschmaßnahmen zu unterstützen. Zusätzlich wurde ein Gartengrundstück so vorbereitet das ein Befahren mit dem Radbagger möglich war. Zusätzlich wurde durch den Zugführer des OV Ulm zeitgleich auch eine Bergungsgruppe in Alarmbereitschaft versetzt, was sich im späteren Verlauf des Einsatzes bezahlt machte.

Nach erneuter Begutachtung wurde zudem festgestellt, dass ein Schleppdach im hinteren Bereich der Anlage im weiteren Verlauf der Baggerarbeiten gefährdet werden könnte. Daraufhin wurden zusätzlich die Bergungsgruppen aus Geislingen und Ulm zum Einsatz hinzualarmiert um die umfangreichen Abstützmaßnahmen durchführen zu können. Dies konnte nach kurzer Vorbereitung des Untergrundes ebenfalls rasch erfolgen. Eingesetzt wurde hierfür das sog. Einsatzgerüstsystem, kurz EGS. Dieses modulare System auf Basis eines Baugerüsts ist innerhalb kurzer Zeit verfügbar, durch das Zusammenwirken mehrerer Ortsverbände kombinierbar, so dass auch komplexe Abstützungen erbaut werden können. Verlastet sind diese Gerüstsätze sowohl in Ulm, wie auch in Geislingen auf einem Anhänger, so entsteht eine merkbare Zeitersparnis.

Nachdem die Abstützmaßnahmen abgeschlossen waren begannen im Wechsel die Abriss- und Räumarbeiten am ausgebrannten Stadel. Das Vorgehen wurde hierbei dauerhaft von der Feuerwehr überwacht, mehrfach flammten Brandgüter wieder auf und konnten schnell abgelöscht werden. Die Arbeiten der Fachgruppe Räumen mit dem Mobilbagger dauerten bis in die späten Abendstunden und wurden mit dem Niederlegen eines, mehr oder minder freistehenden, Fachwerk-Giebels abgeschlossen.

Insgesamt waren 37 Einsatzkräfte des THW bei der Bekämpfung des Brandes im Einsatz.

Koordiniert wurde der gesamte THW Einsatz durch den Zugtrupp aus Blaubeuren. Besonders zu erwähnen ist die Hilfsbereitschaft der Anwohner von Amstetten. Die Einsatzkräfte wurden mit Tee, Kaffee, Dosenwurst, Kuchen und vielem Weiteren den ganzen Tag über versorgt!