Taucheinsatz Gänstorbrücke

Unterstützung der Bergungstaucher des Ortsverbandes Neu-Ulm durch die Fachgruppe Wassergefahren bei Erkundungs- und Probebohrungen im Bereich der Gänstorbrücke.

Am Samstag, 25.09.2021 war die Fachgruppe Wassergefahren zusammen mit den Bergungstauchern des Ortsverbandes Neu-Ulm, der DLRG Ulm und der Wasserwacht Neu-Ulm bei einer groß angelegten Aktion auf der Donau im Bereich der Gänstorbrücke im Einsatz.

Im Zuge des Neubaus der Gänstorbrücke zwischen Ulm und Neu-Ulm war seitens der Stadt Ulm der Auftrag erteilt worden, an den beiden noch vorhandenen alten Fundamenten der Vorgängerbrücke unter Wasser Vermessungen und Kernlochbohrungen durchzuführen um eine mögliche Nutzung als Übergangslösung während des Abrisses und Neubaus der Gänstorbrücke zu prüfen.
Da das Arbeiten sowohl von der Brücke als auch von Land aus so nicht möglich war, wurde das komplette Equipment der Bergungstaucher mithilfe einer schwimmenden Arbeitsplattform direkt über den Fundamenten positioniert.

Zu Einsatz kam hierfür eine unserer Arbeitsplattformen. Mithilfe von 2 BGS-Pontons und dem Oberbaumaterial der Fachgruppe Wassergefahren wurde diese im Vorfeld an unserem Wasserplatz am Kraftwerk Böfinger Halde aufgebaut und für den Einsatz vorbereitet. Auf dieser ca. 65 m² großen Arbeitsplattform fanden neben dem Personal auch der Tauchcontainer, Hydraulik- und Stromaggregate sowie das Spezialwerkzeug der Bergungstaucher Platz.

Am frühen Samstag morgen ging es dann mit der Arbeitsplattform und dem Equipment vom Wasserplatz am Kraftwerk Böfinger Halde stromaufwärts in Richtung Ulmer Innenstadt. Mit dabei als Begleit- und Sicherungsboot war auch unser Mehrzweckarbeitsboot (MzB) Nelly.

Angetrieben wurde die Arbeitsplattform von zwei jeweils 75 PS starken Außenbordmotoren. Zur Verankerung in der Strömung und Positionierung vor Ort direkt über den Fundamentresten kamen zwei jeweils ca. 70 kg schweren Stockanker und die beiden Ankerwinden zum Einsatz. Hiermit war es auch möglich, die Arbeitsposition ganz ohne Motorbetrieb mithilfe der sog. Gierstellung zu wechseln. Die Bergungstaucher konnten nun direkt von der Arbeitsplattform aus über eine Spezialleiter ins Wasser steigen und die Arbeiten in ca. 3 m Wassertiefe durchführen.

Zur Absicherung Ober- und Unterstrom sowie als Taucher-Backup waren das DLRG Ulm und die Wasserwacht Neu-Ulm jeweils mit einem Boot mit im Einsatz.

Vielen Dank für die klasse Zusammenarbeit!