Bereichsausbildung Fahren auf dem Wasser - manuell

Abschluss der ersten Bereichsausbildung "Fahren auf dem Wasser - manuell" im Regionalbereich Biberach.

Um im THW kleine Wasserfahrzeuge wie z. B. Schlauchboote auf dem Wasser bewegen zu dürfen benötigt es die Qualifikation "Bootsführer manuelles Boot". Diese kann seit der Neuregelung der Bootsführerausbildung entweder über den Abschluss der Fachausbildung in der Fachgruppe Wassergefahren (FGr W) oder über die Bereichsausbildung "Fahren auf dem Wasser - manuell", auch gern "Paddelschein" genannt, erlangt werden.
Der Weg über die Bereichsausbildung ist aktuell besonders für die Fachgruppen Notversorgung und Notinstandsetzung (FGr N) interessant da diese in Zukunft ebenfalls ein kleines Boot in ihrer StAN-Ausstattung vorfinden werden bzw. in einigen Ortsverbänden bereits Schlauchboote oder ähnliche Wasserfahrzeuge vorhanden sind.

Aufgeteilt war die Bereichsausbildung in einen Theorie-Teil, der hauptsächlich Online stattfand, und in einen Praxis-Tag inkl. Lernerfolgskontrolle. Neben den rechtlichen Vorschriften, wie z. B. der Binnenschifffahrtsstraßenordnung und den entsprechenden Dienstvorschriften im THW standen im Theorie-Teil vor allem Themen wie Bootsbedienung und -besatzung, Kommandos und die korrekte Bootsausstattung auf dem Lehrplan.
Im Praxis-Teil ging es dann am Samstag bei bestem Wetter für die Helferinnen und Helfer aus dem Regionalbereich Biberach aufs Wasser. Hier wurde das bereits erlernte Wissen in die Praxis umgesetzt und auf der Donau mit Schlauchboot und Mehrzweckboot (MzB) geübt.
Angefangen vom Zuwasserbringen der beiden Wasserfahrzeuge über das Ausrüsten und Vorbereiten dieser bis hin zum An- und Ablegen und Festmachen des Wasserfahrzeugs standen hier viele praktische Inhalte auf dem Programm.
Besondere Herausforderung lag z. B. im Umsetzen der verschiedenen Befehle wie "Paddelt an!", "Stopfen!", oder "Streichen!" damit das Boot in die vom Bootsführer gewünschte Richtung fährt, alle im Takt paddeln und ein erfolgreiches MOB-Manöver gefahren werden kann. Hier zeigte sich schnell, wie wichtig eine gut eingespielte und ausgebildete Bootsmannschaft ist.

Zum Abschluss durfte sich dann jeder noch kurz eine Runde am Außenbordmotor des MzB als Bootsführer ausprobieren und eine Runde auf der Donau drehen. Gleichzeitig dienten die dabei entstehenden Heckwellen des MzB auch noch als Trainingseinheit "Fahren bei Wind- und Wellengang" für die Bootsbesatzung auf dem Schlauchboot.

Abgeschlossen wurde die Bereichsausbildung dann mit einer theoretischen Prüfung, die alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Erfolg meisterten.

Wir wünschen allen neu ausgebildeten Bootsführern allzeit gute und sichere Fahrt und steht´s eine Handbreit Wasser unter dem Kiel!