Ausbildung neuer Atemschutzgeräteträger

Besondere Einsatzoptionen erfordern besondere Einsatzkräfte. Die Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger bietet für THW Helfer eine besondere und fordernde Zusatzqualifikation.

In insgesamt 24 Ausbildungseinheiten besteht für qualifizierte Helfer die Möglichkeit sich für ein erweitertes Ausbildungsspektrum unter gefährlichen Atmosphären ausbilden zu lassen. Im Schwerpunkt wird den Helfern ermöglicht ihre primären Aufgaben in der Bergungsgruppe oder einer Fachgruppe auch unter Atemschutz und erweiterten Schutzmaßnahmen auszuführen.

Die Qualifikation zum Atemschutzgeräteträger besteht zunächst aus dem Willen dieser anspruchsvollen Aufgabe nachzukommen und auch einer körperlichen Eignung. Letzeres wird durch eine ärztliche Untersuchung festgestellt und bildet die ausschlaggebendste Grundlage für die Ausbildung.

Sind alle Voraussetzungen geschaffen, so werden die Anwärter in die Ausbildung eingeschleust, so auch aktuell im Ortsverband Ulm. Die Ausbildung selbst findet auf Grundlage einer Bereichsausbildung in einem Ortsverband statt, welcher über einen entsprechenden Ausbilder verfügt. Auch der Ortsverband Ulm verfügt, unter anderen, über einen sog. "Bereichsausbilder Atemschutz" somit konnte jüngst die Ausbildung unserer Anwärter im eigenen Bereich stattfinden.

Zunächst beginnen theoretische Unterrichte über die Atmung, Atemgifte und einsatztaktische Grundlagen. Anschließend beginnt die praktische Ausbildung, bei der nach und nach die körperlichen Anforderungen gesteigert werden. Letztlich werden die Anwärter zum Atemschutzgeräteträger in einem theoretische und praktischen Abschnitt geprüft.

Schwerpunkte der Ausbildung sind Arbeiten unter gefährlichen Atmosphären und auch Grundlagen der Dekontamination. Die Helfer sollen in der Lage sein Gefahren zu erkennen, qualifiziert zu melden und andere Helfer zu unterstützen. Auch die Bewältigung von Notfallsituationen oder Überwachungstätigkeiten sind Bestandteil der Ausbildung.

Es darf nicht vergessen werden, dass die Ausbildung nur Grundlagen schafft und letztlich die Gruppenführer und Truppführer der entsprechenden Teileinheiten dafür verantwortlich sind die Helfer an ihre späteren Aufgaben heranzuführen.

Nach überstandenen Ausbildung darf der Ortsverband Ulm, mit dem heutigen Tag, insgesamt vier neue Einsatzkräfte in ihrer Zusatzfunktion willkommen heißen:
- Benedikt Schneele
- Timo Backhaus
- Johannes Burghardt
- Andreas Krotki

Den Helfer wird Dank und Anerkennung in dieser verantwortungsvollen Zusatzfunktion ausgesprochen.