Bernd Grötzinger

Bernd Grötzinger ist einer der Gruppenführer in unserem Ortsverband, das bedeutet, er ist für die materielle und personelle Einsatzbereitschaft verantwortlich. Egal ob es um die Ausbildung einer Einsatzkräfte geht oder um einen Defekt an der Ausstattung, er muss den Überblick behalten.

Im Einsatz führt er sein Team, gibt Meldungen über die aktuelle Lage an die übergeordnete Führung ab und bereitet den Einsatz nach. Was sehr einfach klingt, ist es nicht. Mehrere Lehrgänge sind notwendig, um diese Ausbildungshöhe zu erreichen und die nötige Führungskompetenzen auf- und auszubauen. Denn überall, wo verschiedenen Menschen aufeinander treffen, entstehen Herausforderungen.

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Gruppenfoto während einer Übung des Katastrophenschutzes in Ulm im März 2018.
Bernd weißt während einer Übung seinen Kraftfahrer in die Lage ein.
Unterstützung für den Zugtrupp.
Schneeeinsatz im Januar 2019.
Kurzes Lagebild und Kontrolle der Beleuchtung bei einer Ausbildung für die Bergungsgruppe.
Der Gesundheitpfleger bereitet eine Infusion vor.
Eingesetzt als Prüfer für die Grundausbildung im THW.

Unser Helfer ist 1990 in Ulm geboren und lebt derzeit im Stadtteil Eselsberg. Nach seinem Schulabschluss begann Bernd 2006 seine Ausbildung als Verkäufer im Einzelhandel. Er wechselte wenig später in den Ausbildungsberuf eines Gesundheits- und Krankenpflegers, welchen er bis heute ausübt. Dort hat er sich in einigen Teilbereichen, wie etwa der Wundversorgung, spezialisiert und arbeitet auf einer kardiologischen Station in einem Akutkrankenhaus der Region.Wenn Bernd nicht gerade im THW anzutreffen ist widmet er sich seinen Haustieren oder reist mit seiner Partnerin um die Welt.

 

Die Zeit in der THW-Jugend

Bereits 2003 trat Bernd im Alter von 13 Jahren in die THW-Jugend ein und war sofort Feuer und Flamme für dieses Hobby. Im spielerischen Rahmen wurde hier den Junghelfern und Junghelferinnen der THW-Alltag nahegebracht. Dies umfasste sowohl den Umgang mit den Rettungsgeräten, wie auch das Verhalten an Einsatzstellen und wurde abgerundet durch Aktionen wie Zeltlager oder die Teilnahme an öffentlichen Veranstaltungen. Besonderes Highlight waren für Bernd die Aufenthalte in den Zeltlagern. Auch wenn er nur an zweien teilnehmen konnte, erinnert er sich noch gern daran zurück.

2009 entschied sich der heute 28-jährige direkt in die Grundausbildung einzusteigen und danach in den aktiven Dienst überzugehen.

 

Grundausbildung

Häufig erleben wir, dass Junghelferinnen und Junghelfer die Grundausbildung etwas zu sehr auf die leichte Schulter nehmen. Bernd hat sich hier schon sehr schnell als interessierter Anwärter gezeigt und verpasste keinen Ausbildungsdienst. Sein Wissen aus der Zeit in der THW-Jugend brachte er aktiv und auch effektiv ein, was sich auch in seinem Ergebnis widerspiegelte. Als einer der Besten schloss er 2009 seine Grundausbildung ab und wurde in die Bergegruppe 1 des Technischen Zuges disloziert.

 

Bernd als Gruppenführer

Einer unserer Redakteure führte ein Interview mit Bernd und möchte nicht vorenthalten, was er zu sagen und zu erzählen hat.

Wie kam es denn dazu, dass du vom THW gehört und dann in die Jugend eingetreten bist?
Wir hatten von der Schule einen Aktionstag mit dem Namen "Engagiere dich sozial" und dafür bekamen wir einen Tag schulfrei. Mein Schulkamerad Alexander, der heute noch als Schirrmeister im OV tätig ist, war zu dieser Zeit schon in der Jugend und hat mich darauf aufmerksam gemacht. Also kam ich mit und schaute mir das Ganze mal an.

Gab es in deiner Jugendzeit auch einen Moment in dem du dir dachtest, dass das THW vielleicht doch nicht das richtige Hobby für dich ist?
Es gab einmal eine Zeit in der die Jugend auf nur wenige Junghelfer reduziert war, weil zum damaligen Zeitpunkt die meisten dann in die Grundausbildung und später in den aktiven Dienst gewechselt haben. Da war es das eine oder andere Mal schon etwas langweilig.

Hast du dir in deiner Jugendzeit schon einmal überlegt, welche Funktion du später im OV übernehmen möchtest?
Also während dieser Zeit habe ich noch nicht wirklich daran gedacht, weil für mich damals noch alles in weiter Ferne war.

Nachdem du 6 Jahre bereits im Jugenddienst verbracht hast, war die Grundausbildung dann noch eine besondere Herausforderung für dich?
Man muss sagen, dass ich durch meine Vordienstzeit natürlich einen Vorteil hatte, da viele Themen in der Jugend schon behandelt wurden. Trotzdem habe ich bei jedem Thema die Ohren gespitzt und den Worten des Ausbilders gelauscht.

Wie ging es nach der bestanden Helferprüfung bei dir weiter?
Ich wurde zunächst gefragt in welche Gruppe ich versetzt werden möchte, also entschied ich mich für einen Dienst in der Bergegruppe 1. Grund war, dass das dortige Tätigkeitsfeld mein Interesse geweckt hat. Kurze Zeit später wurde mir die Zusatzqualifikation zum Atemschutzgeräteträger angeboten, welche ich daraufhin absolvierte.

Seit wann bist du Gruppenführer und wie kam es dazu?
Durch einen Wechsel in der Führung und durch meine langjährige Erfahrung im Ortsverband, wurde ich im Juli 2012 zum Gruppenführer berufen, nachdem mein Vorgänger, Walter groetzinger, fortan die Funktion des Zugführers übernahm. Nun hieß es für mich wieder die Schulbank zu drücken und die erforderlichen Führungslehrgänge an der Bundesschule zu absolvieren.

Hast du als junger Helfer in dieser Funktion auch die nötige Unterstützung aus dem Ortsverband bekommen oder musstest du dich selbst zurechtfinden?
Unterstützung habe ich immer bekommen. Es ist im Ortsverband so üblich, dass zuerst ein 6-monatiges Führungspraktikum abgelegt wird, bevor jemand endgültig in eine Funktion berufen wird.

Wenn du einem Fremden deine Funktion in einem Satz beschreiben müsstest, was würdest du sagen?
Ich bin die Schnittstelle zwischen den Einsatzkräften und Führungsstelle im Einsatz.