Walter Link

Als Zugführer ist Walter Link in der Führung des Ortsverbandes eingespannt und kümmert sich maßgeblich um die Einsatzbereitschaft sowie die Aus- und Fortbildung der Helfer und Helferinnen. Er arbeitet dabei eng mit dem Ortsbeauftragten und seinem Stab zusammen, um den Informationsfluss zwischen den Organisationen zu gewährleiten. Im Einsatz führt er den Ortsverband taktisch und kümmert sich mit seinem Zugtrupp um alle notwendigen Belange, wie etwa die Information von Arbeitgebern, die Verpflegung der THW-Kräfte oder den Nachschub an Betriebsmitteln. Gemeinsam mit der übergeordneten Führung trifft er Entscheidungen, die den weiteren Verlauf der Einsätze beeinflussen.

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Walter während der Prüfung beim Zugführer-Lehrgang, den er als Lehrgangsbester bestanden hat.
Gruppenfoto während einer Öffentlichkeitsveranstaltung.
Er packt immer gern an, so auch bei der Renovierung der Unterkunft im Oktober 2010.
Seit 2005 ist Walter selbst Atemschutzgeräteträger und seit 2010 Ausbilder für diesen Fachbereich.
Walter Link und sein treuer Begleiter: Ein Saluki-Mischling den er aus Romänien gerettet hat.
Foto während des Lehrgangs für Einzelkämpfer bei der Bundeswehr in Hammelburg.
Link als Einsatzleiter auf einem Konzert im Rahmen der Gewaltprävention.

Als viertes Kind einer Ulmer Familie mit polnischen Wurzeln wuchs Walter im Stadtteil Wiblingen auf, ging dort zur Schule und begann im September 2000 eine Ausbildung als Fachinformatiker. Wenig später besuchte er eine Fachschule um die Hochschulreife zu erlangen und im Anschluss Werbewirtschaft zu studieren. Während dieser Zeit entschied sich der heute 34-jährige auch dem THW beizutreten. Durch einen damaligen Kollegen schaute er sich die Begebenheiten an und erinnerte sich, dass bereits in seiner Kindheit oft im Elternhaus vom THW geredet wurde. Um keinen Wehrdienst leisten zu müssen, verpflichtete sich Walter 2005 für insgesamt acht Jahre für den freiwilligen Dienst.

Wenn Walter seine Freizeit nicht im THW verbringt, widmet er sich seinem Hund und der Natur oder unternimmt Ausflüge mit seiner Frau. Nicht nur ehrenamtlich, sondern auch beruflich engagiert er sich für die Bundesrepublik. Als Berufssoldat ist er unter anderem als Schiesslehrer eingesetzt und bildet andere Soldaten für den Einsatz in Krisengebieten aus.

 

Grundausbildung

Mit ein wenig Verspätung stieg Walter 2005 im Februar in die Grundausbildung ein. Zusammen mit insgesamt 16 anderen im Ortsverband Ulm schloss er diese im Juli des selben Jahres ab. Zusammen mit 2 weiteten Kameraden, entschied er sich für den Dienst in der Bergungsgruppe 2.

 

Der Zugführer

Im Jahr 2012 übernahm Walter das Amt des Zugführers. Seine spannenden Aufgaben in dieser Funktion und seinen Werdegang präsentieren wir euch in einem kurzen Interview.

Bist du gern Zugführer?
Das auf jeden Fall, ich habe eine tolle Truppe hinter mir und gemeinsam können wir viel erreichen. Das haben wir auch schon mehrfach bewiesen.

Wie können wir uns einen Tag im Leben eines Zugführers vorstellen?
Ich sage immer der Zugtrupp, also sozusagen "mein Team", ist der Dienstleister des Zuges. Im Zug sind die Leute die wirklich arbeiten und einen tollen Dienst tun. Wir sorgen für das Drum herum, so auch im Tagesdienst. An einem Ausbildungsdienst zum Beispiel ist in der Regel einer von uns als erstes da, schließt die Unterkunft auf, putzt die Tische, macht Lichter an, Garagen auf und legt eine Anwesenheitsliste an. Wir überwachen die Ausbildung, unterstützen bei der Erstellung oder Beschaffung von Unterlagen und planen mit den Führungskräften weitere Aktivitäten. Von Dienst zu Dienst ist das total unterschiedlich. Im Einsatz sieht die Arbeit dann wieder anders aus. Da ist Führungsleistung in Kombination mit Entscheidungen gefragt.

Gab es einmal einen Moment, an dem du dir gewünscht hättest nicht Zugführer sein zu müssen?
Nicht direkt! Aber als ich 2012 das Amt übernahm, war gerade sehr viel im Umbruch. Eine große Festivität zum 60jährigen Jubiläum stand an, ebenso einige große Aktivitäten und durch den Wegfall der Wehrpflicht ist auch noch ein kurzzeitiger Helfermangel entstanden. Das war schon eine Herausforderung da nicht die Motivation zu verlieren und gleichzeitig die Helferinnen und Helfer zu motivieren.

Wenn du zurückblickst, was war in deiner bisherigen Dienstzeit ein besonderes Highlight?
Jeder sagt hier sicherlich, dass der erste Einsatz etwas Besonderes war. Bei mir war es eindeutig der 17. Mai 2012. Damals bekamen wir den Auftrag für eine Veranstaltung von David Guetta einen Notfallplan zu erstellen und eine Notbeleuchtung sicherzustellen. Das war eine Herausfoderung. Ich habe bis zur letzten Minute ein wenig geschwitzt und als ich dann sah, dass alles funktioniert, fiel mir ein Stein vom Herzen - das war unbeschreiblich!

Wie war dein bisheriger Werdegang im THW?
Etwa ein Jahr nach meiner Grundausbildung wurde ich für eine Führungsfunktion vorgeschlagen, da mein damaliger Gruppenführer in Kürze die Meisterschule besuchen wollte und ich dann nachrücken sollte. Es kam aber schneller als gedacht und schon 6 Monate später wurde ich in das Amt berufen. Zunächst als Gruppenführer für die Bergungsgruppe 2 im Jahr 2006 und dann 2010 in der Bergungsgruppe 1. Damals wurden die beiden Gruppen mangels Helfer zusammengelegt. 2012 wurde ich dann, wie gesagt, Zugführer

Hast du Pläne wie es weiter gehen soll?
Nein, tatsächlich nicht. Ich mag mein Amt sehr. Solange ich es ausführen kann und der Führungskreis hinter mir steht möchte ich es gern weiter bekleiden.