Erdbebeneinsatz

Ortsverband Ulm entsendet Helfer nach Santiago de Chile

Nach dem schweren Erdbeben in der Nacht auf vergangenen Samstag in Chile setzen die THW-Experten ihre Hilfsmaßnahmen in der Katastrophenregion fort. Die Aufgaben des Teams bestehen vor allem in der Unterstützung der Deutschen Botschaft in Santiago und der zu großen Teilen zerstörten Stadt Conceptión.

In Santiago sichert Unser Auslands-Experte Martin Keitsch die Kommunikationstechnik der Deutschen Botschaft und unterstützt bei der Erstellung der Lage. Die drei Fachberater der Schnell-Einsatz-Einheit Bergung Ausland (SEEBA) erkunden gemeinsam mit Vertretern der Deutschen Botschaft die Schadensausmaße in der rund 400 Kilometer südlich von Santiago gelegenen Stadt Concepción. Vier weitere Baufachexperten des THW werden mit dem Auftrag zur bautechnischen Beratung am Samstag nach Chile aufbrechen.

Das Erdbeben mit der Stärke 8,8 auf der Richterskala hatte am Freitag Chile getroffen und zu schweren Zerstörungen geführt. Im Küstenbereich kam es daraufhin zu Tsunamiwellen von bis zu 2,4 Metern. Am stärksten betroffen sind die Regionen Maule und Bio-Bio. In insgesamt sechs Regionen wurde der Notstand ausgerufen. Derzeit gehen die chilenischen Behörden von eineinhalb Millionen zerstörten und stark beschädigten Gebäuden aus. Mehr als zwei Millionen Menschen sind betroffen.