Einsatz nach Bahn-Suizid

Milliardär Adolf Merckle wirft sich vor fahrenden Zug. Ulmer THW ist im Einsatz, um die Überreste zu beseitigen.

Viele Bürger Ulms sind dieser Tage in Trauer. Adolf Merckle, Geschäftsführer bedeutender Firmen im Raum Ulm wie etwa Ratiopharm oder Heidelberger Zement stürzte sich vergangenen Montag in den Tot. Merckle warf sich nahe des Ratiopharm-Lagers in Blaubeurer vor einen fahrenden Zug.

Verbunden damit war auch ein Einsatz des technischen Zugs um die teils festgefrohrenen Überreste von den Bahngleisen sowie aus der Umgebung zu entfernen und dem Bestatter zu übergeben. Alarmiert wurden vergangene Nacht Helfer der beiden Bergungsgruppen und des Zugtrupps. Gegen 22 Uhr trafen sie an der Einsatzstelle ein. Zusammen mit dem THW Blaubeuren, der Feuerwehr Blaubeuren und auch dem ABC-Zug Ehingen wurde die rund 200m lange Einsatzstelle zunächst ausgeleuchtet. Auf einem speziell für die Bahnrettung konzipierten Wagen wurden Hochdruckstrahler befestigt und die Bahnstrecke entlang geschoben. Versorgt wurden die Reinigungsgeräte mit heißem Wasser, aufbereitet mittels einem Durchlauferhitzer von genanntem ABC-Zug aus Ehingen.

Ziel war es das betroffene Bahnstück Rückstandslos von den Überresten zu befreien und auch das Gleisbett zu säubern. Der Einsatz wurde in den frü;hen Morgenstunden erfolgreich abgeschlossen und wurde mit dem Wiederherstellen der Einsatzbereitschaft beendet.

Im gedenken an die Familienangehörigen und Mitarbeiter sprechen wir unser Beileid über das tragische Unglück aus.