Pumparbeiten Fa. Müller

Abpumpen eines 1200 m³ Wasser fassenden dreiteiligen Sprinklertanks zur Kontrolle und Reinigung.

Bei einem Probelauf hatten die Pumpen der Löschwasserversorgung des Logistikzentrums der Firma Müller Dreck angesaugt. Dieser hat den Wärmetauscher blockiert und folglich zum Ausfall einer Pumpe geführt. Aufgabe war es daher, den dreiteiligen Tank, der insgesamt ca. 1200m³ Wasser für den Notfall bevorratet, zu Entleeren, um die Pumpensümpfe auf Schmutz, Defekte oder Rückstände von der damaligen Inbetriebnahme überprüfen und so einem weiteren Pumpenausfall vorbeugen zu können.
Beim Vorratstank der Sprinkleranlage handelt es sich um einen großen kresirunden dreiteiligen Tank, der ca. 4 Meter tief in den Boden eingelassen ist. Jeder Tank hat eine eigene stationäre Feuerlöschpumpe die im Brandfall bzw. bei Auslösen der Sprinkleranlage im Logistikzentrum die Löschwasserversorgung aufrecht erhält.
Nachdem die Löschwasserversorgung durchgängig aufrecht erhalten werden muss, war es nicht möglich, den kompletten Tank auf einmal leerzupumpen, zu kontrollieren und zu reinigen, sondern jede Woche einen Tank leerzupumpen.

Am Sonntag morgen ging es dann für 5 Helfer der 2. Bergungsgruppe mit GKW2 und MTW OV auf zum Logistikzentrum in Ulm-Jungingen zum Abpumpen des ersten Tanks.
Zum Einsatz kam die kompakte Chiemsee-Pumpe, eine Mast-Tauchpumpe und die benzinbetriebene Schmutzwasserkreiselpumpe der 2. BG. Die Chiemsee-Pumpe alleine hat eine Förderleistung von bis zu 2500l/min bei einem Korndurchlass von bis zu 80mm. Die Mast TP8-1 hat eine Förderleistung von 800l/min, die Schmutzwasserkreiselpumpe NP 8B 600l/min.
Nominell standen somit insgesamt fast 4000l/min Pumpleistung zur Verfügung. Unter Berücksichtigung des Tankvolumens und der Höenunterschiede rechneten wir bei einem Tankvolumen von ca. 400m³ mit einer reinen Pumpzeit von etwa 3h.

Die Tauchpumpe wurde über einen EGS-Dreibock gesichert und mit fallendem Pegel nach und nach in den Tank abgelassen. Chiemsee- und Kreiselpumpe wurden direkt am Zugangsschacht zum Tank positioniert und über Saugschläuche angebunden. Nachdem der Tank fast leergepumpt war, wurde zunächst die Luft im Tank mit Hilfe des Gassmessgeräts auf gefährliche oder brennbare Gase untersucht. Anschließend beging der Gruppenführer der 2. BG am Sicherungsgeschirr gesichert über den Zugangsschacht den Tank und erkundete diesen. Nach dem Abpumpen des letzten Restwassers aus dem Pumpensumpf wurde der Tank dann zur Reinigung durch die Fachfirma freigegeben.
Nach der Rückbau der Schlauchstrecken und dem Putzen des Equipments erfolgte die Rückverlagerung in den OV am späten Nachmittag.

Die Entleerung der beiden anderen Tanks folgt in Kürze.