Brückenschlag in Breisach

Deutsche und französische Kräfte bauen Schwimmbrücke über den Rhein.

Etwa tausend deutsche und französische Katastrophenhelfer haben von Breisach nach Neuf-Brisach eine 220 Meter lange Schwimmbrücke über den Rhein gebaut, die Deutschland und Frankreich miteinander verbindet.

Für das Mammutprojekt „Brückenschlag 2006“ wurden 20 schwimmende Plattformen aus Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland sowie 17 Fähren und 2 Anleger aufgestellt. Vor den Augen von mehreren tausend Besuchern wurde die 2,95 Meter breite Schwimmbrücke zwischen Breisach und Neuf-Brisach am Samstag sogar noch etwas schneller fertig, als geplant.

„Aktionen wie solche kann es auch aus politischen Gründen gar nicht genug geben“, sagte der 76-jährige Anton Herbert aus Freiburg, der den Brückenbau beobachtete. Er habe noch die alte Schwimmbrücke über den Rhein gekannt, die an der selben Stelle stand und Ende 1944 abgerissen wurde. „Daß es die Brücke für kurze Zeit wieder gibt, ist für mich ein schönes Zeichen“, sagte Herbert.

Grund für die deutsch-französische Katastrophenübung war das 40. Jubiläum des THW-Ortsverbands Breisach. Etwa 10.000 Besucher aus Deutschland und Frankreich waren nach Angaben des THW insgesamt auf dem Festivalgelände dies- und jenseits des Rheins. Auch dies habe zur Völkerverständigung und zum besseren Kennenlernen der Nachbarn beigetragen, hieß es.