THW Ulm bildet Helfer aus

Umgang mit der Sauerstofflanze und Bau einer Behelfsbrücke stehen auf dem Dienstplan des Bergezuges.

Eine Sauerstofflanze (auch thermische Lanze genannt) ist ein technisches Verfahren, in dem gasförmiger Sauerstoff mit hohem Druck auf einen Brennstoff trifft und mit diesem dort reagiert, wobei je nach Brennstoff sehr hohe Temperaturen entstehen. Technische Konstruktionen mit einer Sauerstofflanze finden für verschiedene Zwecke Anwendung.

Neben dem Verfahren bezeichnet der Begriff auch oft direkt diesen Typ von Schneidbrenner, das heißt eines der technischen Geräte, in der das Verfahren der Sauerstofflanze, auch Sauerstoffkernlanze genannt, Anwendung findet. Hier ist auch die Bezeichnung Thermolanze gebräuchlich.

Im THW wird dieses Instrument genutzt, um havarierte Fahrzeuge oder Güter zu zerteilen oder auch um Zugänge zu Verschütteten zu schaffen. Am heutigen Ausbildungsdienst konnten sich die Helfer selbst ein Bild davon machen, zuvor war sie bereits 1955 beim Bahnunglück in Neu-Ulm im Einsatz.

Ebenfalls auf dem Plan stand der Bau einer Behelfsbrücke, die zwischen 2 Ufern aufgebaut werden kann. So ist das THW in der Lage infrastrukturell zu Unterstützen und Überwege aufrecht erhalten. Die Tonne aus verschwerteten Holzbohlen soll in der Lage sein bis zu 4t Gewicht zu tragen. Bei der Ausbildung sind die Schreiber und Tischler im Ortsverband gefragt, da es noch kaum Ausbildungsunterlagen gibt.

Die Deutsche Bundespost brachte 1970 eine Sonderbriefmarke über 5 Pfennig heraus. Motiv war die Sauerstofflanze des THWs.